Charakter der Chinese Crested Dogs

Chinese Crested Dogs enstanden vor Jahrtausenden in Afrika aus einer Mutation (Änderung einzelner Erbmerkmale) ein haarloser Hund; so entstand der "Canis Africanis". Vor langer Zeit kamen haarlose Hunde von Afrika nach China, von dort mit Teeschiffen nach Amerika. Die Frühgeschichte des Chinese Crested in Amerika ist schwer zu ergründen. Schon während der Han-Dynastie (200 v. Chr. bis 200 n.Chr.) züchteten die Chinesen der Mandarinkaste aus dem haarlosen Hunting Dog (Jagdhund) den "Treasure House Guardian" (kostbarer Hüter des Hauses). Die Hunde passten in die Welt der schönen Dinge wie Porzellan, Seiden, sanfte anmutige Frauen, duftende Päonien. Man züchtete diese Hunde mit großer Sorgfalt und Liebe. Den chinesischen Schopfhund gibt es natürlich auch mit Fell, einem seidigen langen Haarschleier - Powder Puff genannt. 

 

Diese kleinen, bis 33 cm große Hunde sind als solches viele Tausende Jahre alt und natürlich entstanden, was sie so robust macht. Zum Glück ist diese Hunderasse kein Modehund geworden, so sind viele Erbkrankheiten zum Glück eine Seltenheit. Die Wahl eines guten Züchters ist hier das A und O. Denn dieser verpaart nur gesunde, medizinisch auf Krankheiten voruntersuchte Hunde und achtet zudem auf ein gutes und freies Wesen der Elterntiere. Wenn beim Erstbesuch der geliebte Welpe schreiend unter dem Sofa verschwindet, ist dies kein Merkmal, das dem Wesen eines Chinese Crested Dogs entspricht.

Diese kleinen Hunde sind subjektiv betrachtet, eine gute Mischung aus Hund und Katze und Baby. Sehr anpassungsfähig, spielfreudig, im Sommer lauffreudig und wahre Sonnenanbeter, im Winter eher die Couchpotatoe und es ist definitiv kein Kadavergehorsam von ihnen zu erwarten. Die sind Individualisten und möchten oft gerne selbst entscheiden, was sie tun. Mit harter Hand erhält man höchstens ein zurückgezogenes, ängstliches Nervenbündel. Liebe und ruhige Konsequenz ist hier der Schlüssel zum harmonischem Zusammenleben. Viele Schopfhunde sind bis ins hohe Alter verspielt. Nicht selten werden sie mindestens 15 Jahre alt. Im Winter schätzen die Chinese Crested Dogs einen gut sitzenden Mantel - wenngleich sie in Bewegung nicht zwingend einen benötigen. So manch' ein Nacki ist im Hundesport groß raus gekommen. Ob Agility oder Tricksen – manche sind dafür sehr zu begeistern, andere schätzen es, ganz Begleithund-typisch einfach nur Hund sein zu dürfen und das natürlich auf dem Sofa – eingekuschelt unter der Wolldecke. 

 

Text zur Verfügung gestellt von Anna-Lena Gerharz